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Dual Xeon 2.4 GHz auf Basis des MSI 860D Pro - 1/10
15.11.2002 by holger
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Zu Beginn unseres Dual-Tests wollen wir mit einigen Vorurteilen bzw. Missverständnissen aufräumen, die den Themenkreis Dual-Xeon betreffen:

  1. Es gibt keinen Dual-P4. Falsch! Der Xeon ist Intels Dual-Przessor und kann als Derivat des P4 verstanden werden.
  2. Ein Xeon-System ist unbezahlbar teuer. Falsch! Durch die enorme Preissenkung durch Intel wird gerade diese Plattform für Power-User, Workstation- und Server-Betreiber immer interessanter. Dazu eine Beispielrechnung, die sich an unserem Testsystem orientiert. Bei der Auswahl des Speichers wurde auf Basis eines 256 MB RD800 Moduls kalkuliert, da vergleichbarer registered DDR-RAM in dieser Größenordnung ebenfalls das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.
  3. Auch der Intel Pentium 4 3,06 GHz beherrscht nun Hyper-Threading. Den kompletten Test der 2in1 CPU sowie Details zum Hyper-Threading findet ihr hier...

2 x Xeon 2400 2 x 430 € = 860 €
1 GB RDRAM
4 x 256 MB RDRAM
4 x 130 € = 530 €
MSI 860D Pro 780 €
NMB 430 Watt WTX-Netzteil Ca. 250 €
Gesamt 2420 €


Insbesondere der Preis des MSI-Mainboards scheint den Rahmen zu sprengen, doch gerade dies ist nicht der Fall. Das Board kommt mitsamt einem Zwei-Kanal-Adaptec AIC-7899W, der per 64-Bit-Bus angebunden wurde. Würde man diesen Ultra160 SCSI-Controller gesondert kaufen, so dürfte der User bescheidene 430 Euro auf die Ladentheke blättern. Auch der verbaute Intel 82550Lan-Controller steigert den Nutzen bringenden Gegenwert. Weitere Kostensenkungen kann der User dadurch erzielen, dass eben kein spezielles WTX-Netzteil eingesetzt wird, sondern das „TSP 520 Watt Triple Fan“ mit entsprechenden Adaptern auf WTX. Dieses Netzteil lässt sich an nahezu jeden Standard anpassen, ohne eine kostspielige Neuanschaffung zu tätigen. Ein kleines Problemchen haben wir jedoch bei der Auswahl des entsprechenden Gehäuses zu überwinden: Das MSI setzt auf den Extended ATX-Standard und benötigt darüber hinaus ein Gehäuse, dass auch die entsprechenden Verschraubungen zur Befestigung der Xeon-Retention-Module bietet. Unter anderem wurde uns von MSI das Aopen H800a empfohlen, das dann prompt ohne die entsprechenden Gewinde eintraf. Im Grunde genommen ist die Frage der Befestigung kein großes Problem, da prinzipiell Push-Pins zur Montage des Retention Moduls eingesetzt werden können. Diese hat MSI jedoch nicht beigepackt, sodass wir die beigelegten Kühler von AVC nicht montieren konnten. Durch die fehlenden Pins ergeben sich drei Optionen:
  1. Der freundliche Händler um die Ecke führt solche Push-Pins für Xeon-Retention-Module.
  2. Man setzt ein Gehäuse mit den nötigen Bohrungen ein. Folgende Gehäuse verfügen tatsächlich über diese: Lite-On FS202 und Chenbro SR 207/208.
  3. …oder man geht zum nächsten Baumarkt und greift zu M3 Schrauben mitsamt Muttern. Diesen etwas ungewöhnlichen Weg, den wir nicht unbedingt empfehlen wollen, haben wir gewählt. Aus Sicherheitsgründen wurden zwei Muttern auf der Platinenrückseite gegeneinander gekontert, so dass diese sicher und dauerhaft an Ort und Stelle verbleiben. Jetzt konnte auch das von Aopen Deutschland innerhalb kürzester Zeit bereitgestellte H800a eingesetzt werden. Gerade dieses Gehäuse sollte eigentlich für das gewählte Board freigegeben sein und darüber hinaus auch über SSI-Bohrungen verfügen. Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, dass diese Montagemöglichkeit weder von MSI noch von Intel freigegeben wurde. Auch wir schließen kategorisch jegliche Haftung für jegliche Schäden aus!
Um es noch einmal deutlich zu sagen: Werden die Push-Pins zur Montage eingesetzt, kann jedes Extended ATX-Gehäuse als Behausung dienen. Durch diese Maßnahme werden die Gesamtkosten des Systems enorm gesenkt.

Weiter: 2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro

1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit

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