Au-Ja MiniLogo
werbung
werbung
Menu
werbung
Partnerseiten
werbung
Besucher: 17.268.969
davon heute: 3.799
gerade online: 137
Seitenaufrufe: 90.801.631
davon heute: 30.028
 Statistiken
Styles

Meldungen Testberichte Downloads     Forum     Style 1024 1280 100%   English FranÇaise Español Nederlands Russian Hindi

Intel Core2 Duo und Core2 Extreme - 5/18
24.07.2006 by doelf
Der komplette Artikel als Druckversion

Smart Memory Access
Ein Punkt, bei dem AMD bisher glänzen konnte, ist der Speicherzugriff. Dank des in der CPU integrierten Speichercontrollers sparten sich die Texaner den Umweg über den Chipsatz und konnten die maximal möglichen Speicherbandweiten gut ausnutzen. Intel möchte diesen Vorteil des Mibewerbers durch optimierte Lese- und Schreibzugriffe (Load/Store) ausgleichen.

Eine Limitierung der Out Of Order Execution ist, daß die Befehle zwar in einer optimierten Reihenfolge ausgeführt werden, die CPU aber nur bedingt erkennen kann, welche Befehle zusammenhängen und welche nicht. Wenn die Zieladresse eines Lese- oder Schreibzugriffes noch nicht bekannt ist, kann keine Optimierung der Befehle vorgenommen werden, da die Gefahr besteht, daß Daten gelesen werden bevor sie geschrieben wurden. Um unnötige Wartezyklen vermeiden zu können, wäre es allerdings erstrebenswert, die Lesezugriffe vorzuziehen. Doch wie soll der Prozessor erkennen, welche Zugriffe voneinander abhängig sind und welche nicht?
Intel nennt die Lösung "Memory Disambiguation". Diese Technologie wägt anhand intelligenter Algorithmen ab, ob die Lesezugriffe von den Schreibzugriffen abhängig sind oder nicht. Danach werden die Zugriffe mit der höchst möglichen Parallelisierung ausgeführt. Sollte sich zeigen, daß der Prozessor falsch spekuliert hat, werden die fehlerhaften Daten neu geladen und die Datenkohärenz bleibt erhalten.

Folgendes Beispiel zeigt, wie der Lesevorgang 4 vorgezogen und zuerst ausgeführt wird:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Zudem besitzen die Prozessoren der Core Mikroarchitektur "Advanced Prefetcher", welche Daten in den Cache laden, bevor diese benötigt werden. Dadurch läd die CPU die Daten vermehrt aus dem Cache, statt sie aus dem Speicher holen zu müssen. Da zumindest der Conroe über 4 MByte L2-Cache verfügt, kann diese Technik die wahren Latenzen der Speicherzugriffe verwischen oder - wie Intel es formuliert - verstecken. Intel verwendet zwei Daten-Prefetcher pro L1-Cache sowie zwei weitere für den L2-Cache, hinzu kommen zwei Befehls-Prefetcher, also einer je Kern.

Advanced Smart Cache
Im Gegensatz zu den Pentium D Prozessoren mit Smithfield oder Presler Kern und AMDs Athlon 64 X2 teilen sich die beiden Kerne des Allendale und Conroe einen gemeinsamen L2-Cache. Dies hat entscheidende Vorteile: Zum einen kann sich jeder Kern soviel L2-Cache sichern, wie er gerade benötigt, zum anderen hat jeder Prozessorkern Zugriff auf alle im L2-Cache befindlichen Daten. Hierzu zwei Beispiele:

  1. Ist nur ein Kern aktiv, so steht diesem Kern der komplette L2-Cache zur Verfügung. Bei einer Architektur mit getrennten Caches würde die Hälfte des L2-Caches hingegen brachliegen.

  2. Liegen Daten im L2-Cache eines CPU-Kernes, kommt der zweite Kern bei getrennten Caches nicht an diese heran. Er muß sie somit via Chipsatz aus dem Arbeitsspeicher anfordern, was natürlich viel mehr Zeit in Anspruch nimmt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das zweite Beispiel zeigt allerdings noch ein weiteres Problem getrennter Caches auf: Es ist nicht unwahrscheinlich, daß am Ende identische Daten in beiden L2-Caches zu finden sind und somit doppelt soviel Platz verbrauchen. Auch wenn diese drei Punkte für Prozessoren mit lediglich zwei CPU-Kernen noch nicht so kritisch erscheinen, wachsen die Nachteile mit jedem weiteren Kern an. In Hinblick auf die kommenden Quad-Core Prozessoren ist der Advanced Smart Cache auf jeden Fall eine gute Investition in die Zukunft - auch wenn der für den Jahreswechsel geplante Kentsfield zwei Conroe-Kerne verwenden und somit über zwei L2-Caches verfügen wird.

Im Gegensatz zum L2-Cache verfügen die beiden CPU-Kerne auch weiterhin über einen eigenen L1-Cache. Dieser setzt sich jeweils aus einem 32 KByte großen Ausführungs-Cache und einen ebenfalls 32 Bit großen Daten-Cache zusammen. Intels erster Dual-Core Kern mit gemeinsamen L2-Cache war, wie gesagt, der Yonah (Core Duo).

Advanced Digital Media Boost
Mit dem "Advanced Digital Media Boost" will Intel seiner Befehlssatzerweiterung SSE (Streaming Single Instruction Multiple Data Extensions) Beine machen. Die vierte SSE-Generation, welche Intel mit der Core Mikroarchitektur einführt, erweitert den Befehlssatz um 16 neue Instruktionen. Eigentlich hatte jeder erwartet, daß Intel die neue Ausbaustufe des Befehlssatzes auf den Namen SSE4 taufen würde, doch bisher blieb diese Erweiterung namenlos. Wir verwenden in diesem Artikel dennoch die Bezeichnung SSE4, um dieses Unterscheidungsmerkmal kennzuzeichnen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Doch nicht die neuen Instruktionen, sondern die 128 Bit breiten SSE-Einheiten machen den Unterschied. Sowohl die Netburst Prozessoren als auch die bisherigen Pentium M Modelle mußten eine 128 Bit Berechnung in zwei Schritten ausführen. Zunächst wurden die unteren 64 Bit, im Anschluß dann die oberen 64 Bit berechnet, das Ergebnis lag daher erst nach zwei Taktzyklen vor. Die Core Mikroarchitektur bietet einen 128 Bit breiten Datenpfad und kann solche Operationen nun in einem Schritt bearbeiten, also quasi in der halben Zeit.

Weiter: 6. Die neuen Preise von Intel (und AMD)

1. Ein Rückblick: Pentium III, 4, Extreme Edition und M
2. Sechs Jahre CPU-Entwicklung in der Übersicht
3. Intels Produktnummern und die Core Mikroarchitektur
4. Wide Dynamic Execution und Intelligent Power Capability
5. Smart Memory Access, Advanced Smart Cache und Advanced Digital Media Boost
6. Die neuen Preise von Intel (und AMD)
7. Chipsätze und Testumgebung
8. CPU-Leistung (synthetisch)
9. Multithreaded (synthetisch)
10. Datendurchsatz von Speicher und Cache
11. Primzahlen und Pi
12. Raytracing und Rendering
13. Kompression und mp3-Encoding
14. Video-Encoding
15. 3DMark06 und F.E.A.R.
16. Riddick und UT2004
17. Stromverbrauch
18. Fazit

Service:
Kelkoo Preisvergleich


Diesen Testbericht diskutieren...

Suchen 
Testberichte 
Revoltec
werbung

Weitere Testberichte:

 Lian Li PC-60F - Die neue Generation des Klassikers
 GMC R-3 Corona - ATX kompakt verpackt
 Elegante Laptop-Taschen für die Dame
 CPU-Kühler-Vergleich 2008: Cooler Master Hyper Z600
 Rucksäcke für Laptops: Port Designs Chamonix und Malmoë
 Keysonic ACK-612 RF, kabellose Mini-Tastatur mit Touchpad
 Xigmatek HDT-S1284 Achilles
 Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion
 Ein Jahr Tablet-PC – ein Resumé
 Noctua NH-C12P
 Preview: AMD ATi Radeon HD 4870 X2
 Noctua NH-U12P
 Preview: AMDs 790GX / SB750 Chipsatz
 Acer Aspire One A110L (8,9-Zoll Netbook) im Test
 Preview: Intel Larrabee
 Zaward Gyre
 Auras CTC-868 Transformer
 Titan TTC-NK35TZ/PW(BX)
 Scythe Ninja 2
 Corsair Flash Voyager Mini 4GB im Test
 Revoltec LightMouse Portable und RNC-2100 Collectors Edition
 Antec Three Hundred
 Medion Akoya Mini E1210 - Netbook mit Intel Atom
 ASUS Eee PC 900 12G mit Windows XP im Test
 Was bringt DDR3-1066, 1333, 1600 und 1800?
 Im Test: ASUS Rampage Formula (Intel X48 mit DDR2)
 Cat DVD-1122, ein DVD-Spieler für 9 Euro
 3,2 GHz und FSB1600: Intel Core 2 Extreme QX9770
 
werbung
News Testberichte Forum Service Webweites Download Suchen

© copyright 1998-2008 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum der Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Die Veröffentlichung aller Inhalte (auch auszugsweise) ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Verwendung von kurzen Ausschnitten für Nachrichten-Ticker und Ähnliches ist hiervon ausdrücklich ausgenommen!
Haftungsausschluss:
Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Inhalten fremder Webseiten, die via Hyperlink von unserer Veröffentlichung aus verknüpft sind. Obwohl wir bei der Erstellung derartiger Verknüpfungen den Inhalt der fremden Webseiten auf seine Rechtskonformität hin prüfen, unterliegen sowohl die Inhalte von Internetveröffentlichungen als auch die Rechtsauffassung der Gerichte in Deutschland und Europa einer fortwährenden Veränderung und Überarbeitung. Obwohl wir viele dieser Verknüpfungen regelmäßig überprüfen, kann es dennoch zu einer Verknüpfung auf Inhalte kommen, die mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen. Bitte weisen sie uns auf eine solche Verknüpfung hin, wir werden sie dann umgehend entfernen [Kontakt]. Für den Inhalt verknüpfter Seiten sind alleine deren jeweilige Betreiber verantwortlich, wir haben keinerlei Einfluß auf diese Inhalte!

Bitte lesen sie hierzu auch unser Impressum!