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Es ist ein gutes halbes Jahr her, dass wir am 29. Oktober 2007 Intels ersten 45 nm Mikroprozessor präsentieren durften. Der mit 3,0 GHz getaktete Core 2 Extreme QX9650 (Codename: "Yorkfield") ging als Vorhut der Penryn-Familie ins Rennen und brachte einen auf 12 MByte angewachsenen L2-Cache, die Befehlssatzerweiterung SSE4 und eine verbesserte Super Shuffle Engine. Doch seit der Vorstellung des X48 Chipsatzes ist der Core 2 Extreme QX9650 nicht mehr der König des Sockel LGA775, sondern musste diesen Titel an den Core 2 Extreme QX9770 abtreten, welchen wir heute vorstellen möchten. Intel hat die Taktrate um 200 MHz angehoben, so dass der Core 2 Extreme QX9770 nun mit 3,2 GHz arbeitet und auf einen 4x 400 MHz schnellen Frontsidebus (FSB1600) zurückgreifen kann. Der Core 2 Extreme QX9650 war noch mit 4x 333 MHz (FSB1333) ins Rennen gegangen, wodurch bereits der Speicherdurchsatz von DDR2-1066 ausgebremst wurde. Abgesehen von der Taktung der CPU und des Frontsidebus sind die beiden Prozessoren technisch betrachtet vollkommen identisch, weswegen wir auf eine detaillierte Beschreibung der Architektur verzichten werden. Wer mehr über die Penryn Prozessoren und die 45 nm Fertigungstechnologie erfahren möchte, findet umfangreiche Informationen in unserem Artikel zum Core 2 Extreme QX9650. Seitens AMD haben Core 2 Extreme QX9770 und Core 2 Extreme QX9650 derzeit wenig zu befürchten. AMDs Phenom X4 9750 weist nur in Bezug auf den Namen eine Ähnlichkeit auf. Leistungstechnisch spielt AMDs Phenom derzeit zumindest eine Liga tiefer, was sich allerdings auch am Preis zeigt. Während ein Phenom X4 9750 im Handel zu Preisen ab 150 Euro zu finden ist, beläuft sich der Straßenpreis des Core 2 Extreme QX9770 auf satte 1080 Euro. Dennoch konnten die Händler zu Anfang die Nachfrage ihrer Kunden nicht befriedigen, doch mittlerweile scheinen die Lieferengpässe bei Intel überwunden zu sein. Obwohl sich architektonisch im Vergleich zum Core 2 Extreme QX9650 nichts verändert hat, muss Intel der schnelleren Taktung Tribut zollen. Die Thermal Design Power (TDP) steigt um 6 Watt auf 136 Watt, zudem sinkt die maximal erlaubte Oberflächentemperatur des Heatspreaders von 64,5°C auf 55,5°C. Dies bedeutet nichts anderes, als dass der Lüfter des CPU-Kühlers früher hochdrehen muss, um Intels Vorgaben einhalten zu können. Der Schwellenwert Tjunction, welcher ein Überhitzen des CPU-Kerns markiert, beläuft sich auch weiterhin auf 100°C.
Übersicht: Intels Quad-Core Extreme Edition Prozessoren
Das Testsystem Vergleichswerte liefern uns die Quad-Core Prozessoren AMD Phenom X4 9750, Intel Core 2 Extreme QX9650, Core 2 Extreme QX6850, Core 2 Extreme QX6800, Core 2 Quad Q6700 und Core 2 Quad Q6600 sowie die Dual-Core Modelle Core 2 Duo E8500 und Core 2 Duo E8200. Zudem verwenden wir für unseren Test die folgende Hardware:
Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten eingesetzt.
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