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Diablo II Review, 4/8 von TreBar
Nepper, Schlepper und andere Storylines Anstatt wie die meisten Spiele in den letzten Jahren immer tiefer in der Technologiewut zu versinken und zu hohlen Grafik- und Effektschlachten verkommen, zeichnet Diablo II eine ganze Welt mit einer eigenen Geschichte, einer tief ausgearbeiteten Mythologie und kulturellen Hintergründen.
Nur so zur Einstimmung ein kurzer Einblick in die Welt von Diablo: "...Seit Anbeginn der Welt waren die Mächte des Lichtes und der Finsternis in einen ewigen Krieg verwickelt: dem Großen Konflikt, dessen Sieger am Ende aller Tage die Herrschaft über alle Schöpfung winkt. Mit diesem Ziel vor Augen fochten die Engel des höchsten Himmels mit strikter militärischer Disziplin gegen die Mächte des Chaos. Seraphim-Krieger führten Angriffe gegen diese Feinde des Lichtes durch, um mit ihren heiligen Schwertern die Gerechtigkeit und das Gute durchzusetzen. Nur eine strenge Ordnung, war ihr Glaube, sei der richtige Weg, die zahllosen Länder der Welt zu führen, während die dämonischen Bewohner der Hölle die Auffassung vertraten, daß das grenzenlose Chaos die wahre Natur aller Dinge sei..." "...Obwohl der große Konflikt sich schon länger hinzieht als es Sterne am Himmel gibt, ist es noch keiner der beiden Seiten gelungen, die Vorherrschaft über die andere zu erlangen. Beide Parteien suchten auf ihre Weise immer wieder Oberhand zu gewinnen. Mit der Entstehung der Menschheit und ihrer Welt der Sterblichen kam der Große Konflikt jedoch zu einem geheimnisvollen Stillstand. Beide Armeen stellten ihre Kampfhandlungen ein, um abzuwarten, auf wessen Seite sich die Menschheit letztlich schlagen würde..." "Doch den Menschen stand es frei, sich zwischen der Finsternis und dem Licht zu entscheiden, und man sah gemeinhin darin den entscheidenden Faktor für den letztlichen Ausgang des Großen Konflikts. Und so machten sich die Unterhändler der beiden Mächte auf den Weg ins Reich der Sterblichen und begannen ihr Werben um den Bund mit der Menschheit..." Diablo II ist in sofern ein guter Nachfolger von Diablo, als daß es die, dort noch eher als Flickenteppich empfundene Geschichte, in neuer, hervorragender Klarheit weiterführt. Wo die Story von Diablo in schwer in Zusammenhang zu bringende Teile zerfiel, bildet sie in Diablo II einen Kernpunkt des Spiels, der sie niemals im Unklaren über die Personen und Orte denen sie begegnen und die sie finden werden und die Motivation ihres Abenteuers läßt. Die vorwärtstreibende Motivation der Story ist in meiner 19jährigen Spielerfahrung eine absolute Ausnahmeerscheinung. Blizzard hat die Story von der Krücke beispielhaft zum tragenden Element erhoben was jedem, dem beim Gedanken an stundenlanges hohles Geballer heutiger Spiele ein Schauer über den Rücken läuft, Balsam auf der gequälten Spielerseele ist. Die Handlung ist unterteilt in 4 Akte. Zu Beginn jedes Aktes werden ihnen wichtige Hintergrundinformationen in Form einer bis zu 7-minütigen! 3D-Animation geliefert. Nach dem vierten Akt folgt dann noch in derselben Form ein Epilog. Sie können meist mit allen in den Städten befindlichen Charakteren über jede Quest sprechen, die sich ihnen stellt und werden dort mit zusätzlichen Informationen und zum Teil auch Tips zur Erfüllung ihrer Quests gefüttert. owohl dem Diablofan, als auch dem Neueinsteiger empfiehlt sich jedoch vorab ein kleines Quellenstudium im Handbuch des Spiels (S.72-79), welches ihnen genug Einblick verschafft um problemlos in die Handlung von Diablo II einzusteigen und auch die Brücke zwischen den beiden Teilen schlägt. Wer diese Hintergründe eingehend erforschen möchte, was meiner Meinung nach dem Spielspaß nur ein weiteres Plus hinzufügen kann dem sei hier noch einmal die wirklich gut geschriebene Zusammenfassung von Diablo I von D2network.de empfohlen, der auch der obige Textausschnitt entliehen wurde (wenn auch nicht ganz unverändert :) |
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