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DDR2-800: Doppelpacks mit 1 und 2 Gigabyte - 1/7 Wir möchten heute den Speicherhersteller "Super Talent" vorstellen. Die hierzulande unbekannte Firma hat ihren Sitz im sonnigen San Jose in Kalifornien und kann auf zwanzig Jahre Erfahrung im Speichergeschäft zurückblicken. Super Talent bietet DDR und DDR2 Arbeitsspeicher für Desktop-Systeme, Server und Notebooks an, hinzu kommen Flash-Produkte. Super Talent ist auf der diesjährigen CeBIT vertreten und möchte sich nun auch auf dem europäischen Markt etablieren. Wir werden uns heute das 2x 1 Gigabyte Dual-Channel DDR2-800 Set T800UX2GC4 der Kalifornier ansehen und zum Vergleich Corsairs TWIN2X1024A-6400 (DDR2-800) und TWIN2X1024-5400C4 (DDR2-533) hinzuziehen.
Bereits bei unserem Test des Asus P5LD2 Deluxe und Asus P5ND2-SLI Deluxe setzten wir DDR2-800 Speicher von Corsair ein. Damals zeigten sich kaum Leistungsunterschiede zwischen DDR2-533, DDR2-667 sowie DDR2-800. Dieses Ergebnis hatte uns nicht wirklich überrascht, denn die Test-CPU, ein Intel Pentium 4 560, arbeitete mit einem Frontsidebus von 800 MHz (quad-pumped). Das bedeutet, wir haben es mit dem selben FSB zu tun, welchen wir bereits seit dem Pentium 4 mit Northwood-Kern und HT-Technologie kennen. Der damalige Chipsatz 875P (Canterwood) wurde idealerweise mit DDR400 Speicher im Dual-Channel Modus betrieben, da in diesem Fall sowohl der Prozessor als auch der Speicher über eine Bandbreite von 6,4 GByte/s verfügen. Rufen wir uns in Erinnerung: Die offizielle Bezeichnung für DDR400 lautet "PC3200" und gibt uns die maximale Speicherbandbreite von 3,2 GByte/s an. Durch den Dual-Channel Speichercontroller ermöglichte der Canterwood eine Speicherbandbreite von 2x 3,2 GByte/s = 6,4 GByte/s und das ist bei DDR2-400 (PC2-3200) auch nicht anders. Der Unterschied zwischen DDR1- und DDR2-Speicher besteht in der anliegenden Spannung, die bei DDR2 von 2,5 Volt auf 1,8 Volt abgesenkt wurde, sowie der Ausrichtung auf weit höhere Taktraten. Zu Anfang litt DDR2-Speicher allerdings unter hohen Latenzen, welche seine Performance im Vergleich zu DDR1 Modulen mit der selben Taktrate ausbremsten.
Besserung brachte DDR2-533 (PC2-4200), hier gibt es für FSB800 CPUs einen Overhead, welcher als Puffer wirkt. Um wirklich von diesem Speicher profitieren zu können, bedarf es allerdings eines Prozessors mit FSB1066 (8,4 GByte/s). Da Intel keinen Prozessor mit einem FSB oberhalb von 1066 MHz anbietet, haben wir uns für den heutigen Test einen Intel Pentium 4 Extreme Edition mit 3,46 GHz Taktrate und Gallatin-Kern ausgewählt. Mit der Einführung von DDR2-667 (PC2-5300) erhielten auch diese CPUs eine Überversorgung in Hinblick auf die Speicherbandbreite, DDR2-800 (PC2-6400) baut diesen Überschuß sogar noch aus und stellt im Dual-Channel Betrieb bis zu 12,8 GByte/s zur Verfügung. Sicher, beim Übertakten kann man diesen Überschuß zum Teil wieder ausnutzen, doch wir müßten einen FSB von 1600 MHz (4x400 MHz) erreichen, um die von DDR2-800 angebotene Bandbreite wirklich ausnutzen zu können. Bezogen auf den Intel Pentium 4 Extreme Edition mit 3,46 GHz bedeutet dies:
Mit Hausmitteln ist ein solcher Takt nicht zu erreichen. Wer nicht gerade mit einer Kompressorkühlung arbeiten möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, daß DDR2-800 kein Wundermittel zur Leistungssteigerung ist. Nachdem wir uns für eine CPU entschieden hatten, fehlte nur noch der passende Unterbau. Zunächst fiel unsere Wahl auf das Asus P5ND2-SLI Deluxe. Dieses Mainboard nutzt NVIDIAs nForce4 SLI Intel Edition Chipsatz und unterstützt DDR2-800. Im Test hatten wir allerdings massive Probleme, konstante Benchmarks auf diesem Mainboard zu erreichen. Zudem verweigerte das Mainboard jeden Versuch, den Speicher zu übertakten, wodurch es sich für diesen Test disqualifizierte. Also entschieden wir uns, den Test auf dem Asus P5LD2 Deluxe mit Intels 945P Chipsatz durchzuführen, doch auch hier gab es ein Problem: Sobald wir eine CPU mit FSB 1066 einsetzen, ersetzt das Mainboard die Option "DDR2-800" durch "DDR2-890". Intels 945P Chipsatz kennt von Hause aus keinen DDR2-800 Speicher und besitzt auch keine passenden Teiler, um diesen Speicher mit unserem Pentium 4 Extreme Edition ansprechen zu können. Angesichts der positiven Eindrücke, die das Mainboard im Test hinterlassen hatte, wagten wir den DDR2-890 Test und siehe da: Die Ergebnisse blieben diesmal konstant! Wir werden in diesem Testbericht regelmäßig auf die Latenzen der Speicherriegel zu sprechen kommen. Diese Werte werden wir immer in folgender Reihenfolge aufführen: CAS-tRCD-tRP-tRAS. Dabei ist zu beachten, daß der Mainboardhersteller diese Werte in seinem BIOS möglicherweise in einer anderen Reihenfolge oder mit einer anderen Bezeichnung auflistet.
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