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Intel Core 2 Quad Q6600 - Bezahlbarer Vierkern-Prozessor - 1/16 Am 14. Juli 2006 stellte Intel offiziell seine Core-Mikroarchitektur und die Dual-Core Prozessoren der Core 2 Duo und Core 2 Extreme Familie vor. Angesichts der überlegenen Leistung der Core-Mikroarchitektur rutschten die Preise für Intels Netburst Prozessoren (Pentium D, Pentium 4 und Celeron) von einem Tag auf den anderen ins Bodenlose und man fragte sich, wann die ersten Single-Core Varianten der neuen Architektur erscheinen würden, um das Einstiegssegment abzudecken. Doch nach wie vor setzt Intel im Bereich unter 100 Euro auf die alten Netburst Prozessoren und reichte statt einer Variante mit einem Kern am 2. November 2006 mit dem Core 2 Extreme QX6700 ein Modell mit vier Kernen nach. Intel fährt derzeit auf der Überholspur und kostet dies auch aus.
Auf den Core 2 Extreme QX6700 (2,66 GHz) folgte im Frühjahr das preiswertere Modell Core 2 Quad Q6600 (2,4 GHz) und kürzlich das neue Spitzenmodell Core 2 Extreme QX6800 (2,93 GHz). Wir wollen uns heute den Core 2 Quad Q6600 ansehen, der mit einem Preis von ca. 465 Euro das "Schnäppchen" unter den Quad-Cores darstellt.
Verschaffen wir uns einen Überblick der aktuellen Core 2 Prozessorenfamilie:
Der Core 2 Quad Q6600 nutzt einen Kentsfield Kern, der sich wiederum aus zwei Conroe Kernen zusammensetzt. Intel kehrt damit zu dem Konzept zurück, welches der Hersteller bereits bei seinen Pentium D Prozessoren angewandt hatte: Auf einer Platine sitzen hier zwei Prozessoren, was insbesondere Kritiker aus Texas nicht als echten Quad-Core akzeptieren wollen. Tatsächlich hat diese Architektur entscheidende Nachteile - beispielsweise in Bezug auf den Cachezugriff. Je zwei Kerne teilen sich beim Kentsfield einen 4 MByte großen Level 2 Cache, insgesamt stehen somit 8 MByte L2-Cache zur Verfügung. Wird die Arbeit ungünstig auf die Kerne verteilt, liegen die Daten mitunter doppelt im Cache und verschwenden wertvolle Resourcen. Zuweilen müssen sie noch in den Cache geladen werden, obwohl diese Daten den anderen beiden Kernen schon vorliegen, und bremsen dadruch das System aus. Was den Stromverbrauch betrifft, so folgt Intel beim Core 2 Extreme QX6700 der einfachen Regel 2x Conroe und kommt somit auf eine maximale TDP von 130 Watt. Der Core 2 Quad Q6600 ist etwas genügsamer und kommt laut Datenblatt mit maximal 105 Watt aus.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich vier Kerne eine Frontsidebusanbindung für die Speicherzugriffe teilen müssen. Hierdurch entsteht eine enge Gasse, welche Intel mit Hilfe des großen L2-Caches zu kompensieren versucht. Da der FSB1066 mit seiner Bandbreite von 8,33 GByte/s das Potential von Dual-Channel DDR2-800 (12,50 GByte/s) nicht einmal ansatzweise ausnutzen kann, muss Intel diese Engstelle in zukünftigen Architekturen beseitigen. In diesem Jahr wird Intels 45 nm Penryn zumindest den Frontsidebus auf 1333 MHz und 10,42 GByte/s erweitern, doch erst 2008 soll bei dessen Nachfolger Nehalem der Speichercontroller wie bei AMD in den Prozessor integriert werden.
Der Penryn wird auch weiterhin aus zwei Dual-Core Kernen ohne gemeinsamen Level 2 Cache bestehen. Intel sind die Nachteile dieser Lösung zwar bewusst, doch wirtschalftlich stellt ein "Dual Dual-Core" wie der Kentsfield die bessere Lösung dar: Durch die hohe Transistorenzahl wäre der Ausschuss bei echten Quad-Core Prozessoren deutlich höher - jeder der beiden Conroe Kerne verfügt über 291 Millionen Transistoren, so dass der Kentsfield auf erstaunliche 582 Millionen Transistoren kommt - und Intel spart Zeit und Geld bei der Entwicklung. Derzeit produziert Intel Dual- und Quad-Core Prozessoren auf einem Wafer, wirtschaftlich gesehen ist diese Lösung optimal, technisch betrachtet jedoch nicht.
Weiter: 2. Core Mikroarchitektur #1
1. Intels Core 2 Quad Prozessoren |
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