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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 1/17
21.05.2007 by doelf
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Intel denkt seit einigen Jahren in Plattformen, wobei im Desktop-Sektor die Plattform aus dem Chipsatz und dem Prozessor besteht. Sobald ein neuer Prozessor vorgestellt wird, führt Intel auch eine neue Chipsatzgeneration ein, welche auf die Anforderungen der neuen CPUs zugeschnitten ist. Bevor nun Intels erster 45 nm Prozessor mit dem Codenamen Penryn auf den Markt kommt, präsentiert die Chipschmiede auf der Computex in Taiwan zunächst die passenden Chipsätze der 3er Familie: Den Intel P35 Express Chipsatz sowie den G33 mit integriertem Grafikkern.

Bereits auf der CeBit 2007 sahen wir einige Mainboards auf Basis dieser beiden Chipsätze. Im Laufe dieses Jahres sollen weitere Chipsätze der 3er-Familie folgen: Der X38 löst den 975X im Performance-Segment ab und wird als erster Chipsatz von Intel den PCI Express 2.0 Standard unterstützen. Im Vergleich zum G33 wird der G35 Chipsatz eine leistungsfähigere Grafikeinheit beinhalten, welche DirectX 10 beherrscht und dank Intels Clear Video Technology die Wiedergabe von DVD, HD-DVD und Blu-ray Medien beschleunigt. Für Geschäftskunden sind die Chipsätze Q33 und Q35 gedacht, welche als Pendant zu den Modellen G33 und G35 angesehen werden können, im Value-Segment platziert Intel indes den preiswerten G31 Chipsatz.

Vergleichstabelle: Chipsätze
Heute fällt - wie gesagt - nur die Sperrfrist für die Chipsätze P35 und G33, welche wir uns nun im Detail ansehen werden. Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede zum P965 Chipsatz tabellerisch zusammengestellt:

Intel Chipsatz G33 P35 P965 (G965)
Front Side Bus 800
1066
1333
800
1066
1333
533
800
1066
45 nm CPU ja ja nein
Dual Core ja ja ja
Quad Core ja ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
DDR-2 / DDR-3 ja/ja ja/ja ja/nein
unterstützt DDR-2 667
800
667
800
533
667
800
max. DDR-3 800
1066
800
1066
-
Dual Channel ja ja ja
Grafikkern GMA3100 - - (GMA X3000)
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x (MCH)
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
Turbo Memory optional optional -
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 0x (0) 0x (0) 0x (0)
SATA 3Gb/s 6 6 6
RAID 0/1/5/10 nur ICH9R nur ICH9R nur ICH8R
USB 2.0 12 12 10
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN ja ja ja
TDP (MCH) in Watt 14,5 16,0 19,0 (28,0)

Zunächst einmal fallen drei wesentliche Unterschiede ins Auge:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR3-1066
8.33
16.66
DDR2-800
6.25
12.50
DDR2-800
6.25
12.50
DDR2-667
5.21
10.42
DDR2-533
4.16
8.33
FSB1333
10.42
FSB1066
8.33
FSB800
6.25

Desweiteren hat Intel die Zahl der USB 2.0-Anschlüsse auf zwölf erhöht und den Stromverbrauch seiner Chipsätze gesenkt. Für den G33 Chipsatz mit integriertem Grafikkern gibt Intel eine TDP von lediglich 14,5 Watt an, die Chipsätze G965, Q965 und Q963 wurden hingegen mit einer TDP von 28 Watt spezifiziert. Zu guter Letzt bleibt noch der Punkt "Turbo Memory" zu erwähnen. Es handelt sich hierbei um Flashspeicher, welcher über PCI-Express angebunden wird und der auch in Intels neuer Mobilplattform Santa Rosa Verwendung findet. "Turbo Memory" ist hierbei ein optionales Ausstattungsmerkmal, welches die Mainboard Hersteller auf ihren Hauptplatinen integrieren können, welches man alternativ aber auch in Form einer PCI-Express x1 Steckkarte nachrüsten kann (sofern solche Karten erhältlich sind). "Turbo Memory" soll vor allem den Systemstart und das Laden von Programmen beschleunigen, im Notebook werden mit dieser Technik zudem die Festplattenzugriffe reduziert und somit Strom gespart.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 2/17
21.05.2007 by doelf
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Intel P35
Der P35 Chipsatz ist für das Performance- und Mainstream-Segement gedacht. Die aktuell im Handel zu findenden Hauptplatinen kosten derzeit zwischen 120 und 250 Euro. Mit den beiden Mainboards, welche wir heute vorstellen werden, decken wir dieses Preisspektrum gut ab: Das MSI P35 Neo ist ein typisches Einsteigermodell und kostet 120 Euro, während das luxuriöse ASUS P5K Deluxe/WiFi-AP mit satten 220 Euro zu Buchse schlägt.

Abhängig vom Preis und Einsatzgebiet können die Mainboard-Hersteller zwischen drei Southbridges wählen: ICH9, ICH9DH und ICH9R. Die ICH9 ist besonders preiswert und bietet keine RAID-Unterstützung (Matrix Storage Technologie), sie unterstützt vier Serial-ATA 3 Gb/s Master-Geräte. ICH9R und ICH9DH bieten zusätzlich zwei Serial-ATA 3 Gb/s Slave-Anschlüsse, von Geräten, die hier angeschlossen werden, kann nicht gebootet werden. ICH9R und ICH9DH unterstützen die RAID-Modi 0, 1, 5 und 10, zudem bietet die ICH9DH (DH = Digital Home) spezielle Mediacenter-Funktionen wie die Intel Quick Resume Technologie (QRT).

Die Anzahl der PCI-Express Lanes und deren Aufteilung bleibt im Vergleich zu den 965er Chipsätzen unverändert: Es wird eine Grafikkarte über sechzehen PCI-Express Lanes angebunden, will der Hersteller des Mainboards eine zweite PCI-Express Grafikkarte ermöglichen, so werden hierfür vier der sechs Lanes der Southbridge verwendet.

Intel G33
Im Gegensatz zum P35 Chipsatz beinhaltet der G33 die DirectX 9 Grafikeinheit GMA3100, welche dank Intels Clear Video Technologie die Wiedergabe von MPEG2-Videos beschleunigt. Unterstützt werden beispielsweise die HD-Formate 720p, 1080i and 1080p, auch die HDMI-Ausgabe inklusive HDCP ist möglich, sofern auf dem Mainboard ein zusätzlicher Transceiver-Chip verbaut wird. Intels GMA3100 kann zwei Anzeigegeräte unabhängig voneinander ansteuern.

Bereits mit den 965er Chipsätzen führte Intel den Fast Memory Access ein. Es handelt sich um eine Technik zur besseren Ausnutzung der vorhandenen Speicherbandbreite durch reduzierte Latenzen, die einen Leistungsvorteil im Vergleich zu den 945er Chipsätzen bringt.

Erste Mainboards werden zur Zeit im Preisbereich zwischen 130 und 150 Euro gelistet. Auch der G33 Chipsatz kann mit den Southbridges ICH9, ICH9DH oder ICH9R kombiniert werden.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 3/17
21.05.2007 by doelf
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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP
Das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP schlägt derzeit mit 220 Euro zu Buche und kostet somit 100 Euro mehr als das MSI P35 Neo. Dafür bekommt man eine weitaus bessere Ausstattung inklusive Wireless-LAN, einer aufwändigen Heatpipe-Kühlung und einer Bestückung mit hochwertigen Feststoffkondensatoren. Zudem gibt es zwei PCI-Express x16 Steckplätze, doch wie beim P965 Chipsatz stehen dem zweiten Slot lediglich vier PCI-Express Lanes zur Seite, während die erste Grafikkarte über deren sechzehn angebunden ist.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

ASUS führt die Heatpipe von der Southbridge über die Northbridge bis zu den MOSFETs der Spannungswandler. Auf dem P5K Deluxe kommt eine achtphasige Stromversorgung zum Einsatz, wobei ein Viertel der MOSFETs von dem Heatpipe-Kühler bedeckt wird, auf einem weiteren Viertel der MOSFETs befindet sich ein kupferfarbener Kühlkörper aus Aluminium, den zwei Pushpins recht wackelig in Position halten. Die andere Hälfte der MOSFETs wurde auf der Unterseite der Hauptplatine verbaut und wird nicht gekühlt.


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Hier die Eckdaten des Mainboards:


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Der W-LAN Controller wird auf dem ASUS P5K Deluxe via USB angebunden und belegt die USB 2.0 Ports Nummer elf und zwölf. ASUS führt sechs USB 2.0 Anschlüsse über das ATX-Anschlusspanel aus, für zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse und den zweiten Firewire Port findet sich ein Bracket im Lieferumfang. Es gibt zwei digitale Audio-Ausgänge (koaxial und optisch) und zwei eSATA-Anschlüsse. Die PS/2 Buchse für die Maus hat ASUS ebenso eingespart wie serielle und parallele Schnittstellen.


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Im Test verhielt sich das ASUS P5K Deluxe stabil und unkompliziert. Der Arbeitsspeicher arbeitet sowohl mit niedrigen Latenzen als auch mit Geschwindigkeiten oberhalb von DDR2-800 problemlos, im Gegensatz zu MSI hat ASUS die benötigten Teiler für die manuelle Speicheransteuerung richtig implementiert. Obwohl ASUS eine hochwertige Sound-Lösung verbaut, sind die Messergebisse nur mittelmäßig. Unser erster Eindruck ist durchaus positiv, einen ausführlichen Test des Mainboards werden wir in Kürze nachreichen.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 4/17
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MSI P35 Neo
Mit einem Preis von knapp 120 Euro gehört MSIs P35 Neo zu den preiswertesten Hauptplatinen auf Basis des Intel P35 Chipsatzes. Der Lieferumfang fällt recht bescheiden aus, lediglich ein paar Kabel, das Handbuch und die Treiber-CDs finden sich im Karton. Bei unserem Testmuster wurden die Treiber-CDs noch von Hand beschriftet.


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MSIs P35 Neo bietet eine solide Ausstattung mit einem Gigabit-LAN Anschluss, einem Firewire Port und einer hochwertigen High-Definition Audio-Lösung. Auf dem Mainboard wird Intels ICH9 verwendet, die über keine RAID-Funktionalität verfügt. Ein zusätzlicher Controller von Marvell sorgt für einen ATA133- sowie einen weiteren Serial-ATA 3 Gb/s Kanal. Leider gibt es keine digitalen Audio-Ausgänge und keinen eSATA-Anschluss.


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Hier die Eckdaten des Mainboards:


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Das Layout der Platine ist etwas eigenwillig und rund um den CPU-Sockel geht es sehr eng zu. MSI verwendet hier einige Feststoff-Kondensatoren, allerdings finden sich auch einige sehr hohe ELKOs, welche die Montage zahlreicher CPU-Kühler verhindern. North- und Southbridge werden passiv gekühlt, die Kühlprofile hat MSI mit Pushpins befestigt.


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Das MSI P35 Neo arbeitete in unserem Test stabil und zuverlässig, die Audio-Lösung zeigte gute Werte, allerdings gab es Probleme bei der Erkennung von USB-Speichermedien - schlossen wir mehrere Datenträger an, wurde zuweilen nur das erste Gerät richtig erkannt. Niedrige Latenzen brachten unserem DDR2-800 Arbeitsspeicher nicht die erhoffte Leistung, JEDEC konforme Speichermodule liefen hingegen recht flott. Die Speicherteiler für Geschwindigkeiten oberhalb von DDR2-800 scheinen derzeit noch keine Funktion zu haben. Wenn lediglich unser DVD-ROM Laufwerk am ATA133-Port des Marvell-Controllers angeschlossen ist, braucht dieser eine halbe Ewigkeit, um nach weiteren Geräten zu suchen. Soweit unser erster Eindruck, ein ausführlicher Test des Mainboards folgt in Kürze.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 5/17
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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards bei Leistungsmessungen einen Vorteil haben. Wie sieht es mit unserem Testkandidaten aus?

ASUS P5K Deluxe:

MSI P35 Neo:

Mainboard CPU-Takt
Soll=2933,33 MHz
OC
ASUS P5B-E Plus 2933,3 0,000%
ASUS P5K Deluxe 2940,0 +0,227%
Biostar P4M890-M7 2933,3 0,000%
Biostar TForce 965PT 2933,7 +0,013%
Foxconn 945G7AD 2927,0 -0,216%
Intel D975XBX 2933,3 0,000%
MSI P35 Neo 2936,3 +0,101%
MSI P965 Neo-F 2928,2 -0,175%

Sowohl ASUS als auch MSI legen den Takt bei ihren P35 basierenden Mainboards zu hoch an. Während sich die Steigerung um 0,101 Prozent beim MSI P35 Neo kaum bermerkbar macht, bedeutet der um 0,227 Prozent angehobene Takt des ASUS P5K Deluxe immerhin ein Plus von knapp 6 MHz. Da die Mainboards im Benchmark-Parcours sehr eng zusammen liegen, entscheiden bereits solch geringe Taktunterschiede über die Platzierung der einzelnen Modelle. Wir werden die Ergebnisse daher rechnerisch korrigieren.

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FSB1333 Vorschau
In Ermangelung echter FSB1333 Prozessoren müssen wir unseren Core 2 Extreme X6800 übertakten, doch da dieser Prozessor regulär mit 2933 MHz arbeitet, haben wir ein Problem: Wir können den Frontsidebus nicht auf 1333 MHz erhöhen, ohne dass der CPU-Takt dabei auf 3000 MHz ansteigt und damit die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verloren geht. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Takt des Frontsidebus von 4x 333 MHz auf 4x 326 MHz (FSB1304) zu reduzieren, so dass wir zwar eine deutliche Erhöung der FSB- und Speichertaktraten erzielen, den Prozessortakt von 2933 MHz jedoch beibehalten können:

ASUS P5K Deluxe und MSI P35 Neo:

ASUS hat beim P5K Deluxe die Speicherteiler sauber implementiert und wir können die Geschwindigkeit des Corsair TWIN2X2048-8500C5DF Sets beinahe voll ausreizen. Dieser Arbeitsspeicher ist als DDR2-1066 mit Latenzen von 5-5-5-18 spezifiziert, aufgrund des abgesenkten FSB-Taktes erzielen wir immerhin DDR2-1043:

ASUS P5K Deluxe:

Beim MSI P35 Neo funktionieren die manuellen Speicherteiler nicht, wir müssen daher die automatische Auswahl akzeptieren und uns mit DDR2-978 begnügen:

MSI P35 Neo:

Da der Frontsidebus die eigentliche Engstelle darstellt, sollten die Ergebnisse der beiden Mainboards im "FSB1333"-Betrieb dennoch recht ähnlich ausfallen. Beginnen wir also mit unserem Benchmarkparcours.

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USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
ICH8, BIOS 914
35.1
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
35.1
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
35.1
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
35.1
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
35.1
ASUS P5B-E Plus
ICH8R, BIOS 304
35.0
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
35.0
ASUS P5K Deluxe
ICH9R, BIOS 0304
34.8

Die Leistungsunterschiede sind minimal, doch während das MSI P35 Neo einen Bestwert zeigt, finden wir das ASUS P5K Deluxe am Ende der Tabelle. Allerdings hatte das MSI P35 Neo hin und wieder mit einem recht ärgerlichen Problem zu kämpfen: Wurden mehrere Speichermedien zugleich angeschlossen, erkannte das Mainboard nur das erste Gerät zuverlässig. Alle nachfolgenden USB-Datenträger werden als unbekanntes Gerät aufgeführt.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate gemessen. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
117.4
Biostar TForce965PT
VIA, BIOS 914
116.1
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
116.1
Foxconn 945G7AD
JMicron, BIOS P30
113.8
ASUS P5B-E Plus
JMicron, BIOS 304
113.7
MSI P965 Neo-F
JMicorn, BIOS 1.6
113.6
ASUS P5K Deluxe
JMicron, BIOS 0304
112.5
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
92.0
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
90.7

Intel hat die Parallel-ATA Schnittstelle mit der Einführung seiner 965er-Chipsätze im letzten Jahr zu einem Relikt vergangener Zeiten erklärt. Wenn die Mainboardhersteller auch weiterhin einen Parallel-ATA Anschluss anbieten wollen, müssen sie einen zusätzlichen Controller integrieren. VIA und Marvell erzielen mit ihren ATA133-Controllern die beste Leistung, die Lösungen von JMicron können hier nicht ganz mithalten. Intels ICH7R Southbridge liegt deutlich zurück, da der Hersteller nur ATA100 unterstützt.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS P5B-E Plus
JMicron, BIOS 304
150.1
ASUS P5K Deluxe
JMicron, BIOS 0304
149.8
MSI P965 Neo-F
JMicorn, BIOS 1.6
149.0
Foxconn 945G7AD
JMicron, BIOS P30
148.7
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
137.2
ASUS P5K Deluxe
ICH9R, BIOS 0304
135.6
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
134.8
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
134.4
ASUS P5B-E Plus
ICH8R, BIOS 304
134.3
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
133.9
Biostar TForce965PT
ICH8, BIOS 914
133.6
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
133.0
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
130.5

Intels neue Southbridges ICH9R und ICH9 schlagen sich im Vergleich mit ihren Vorgängern etwas besser. An der Spitze des Feldes sehen wir nach wie vor die Controller von JMicron, VIA und Marvell können da nicht ganz mithalten.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 8/17
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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098).

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
27117
18743
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
27074
18571
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
27050
18793
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
27046
18748
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
27045
18620
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
27073
18727
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
27022
18764
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
27004
18746
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
26991
18717
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
26952
18776
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
26829
18487

In Sachen CPU-Leistung waren keine Steigerungen zu erwarten und wir sehen auch keine. Der Betrieb mit einem schnelleren Frontsidebus und einem höheren Speichertakt bringt dem MSI P35 Neo minimale Zugewinne, das ASUS P5K Deluxe wird hingegen ein wenig langsamer.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
162295
86860
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
162260
86845
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
162229
87376
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
162229
87301
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
162132
87326
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
162128
87322
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
161978
87231
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
161902
87200
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
161687
86715
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
161447
86759
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
159821
85725

Den SSE-Testlauf beenden die Intel P35 basierenden Platinen mit Spitzenplätzen, der höhere Takt für Frontsidebus und Speicher wirkt sich jedoch eher negativ aus.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
32687
10242
13149
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
32687
10107
13093
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
32687
9933
12869
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
32613
9997
12893
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
32553
9962
12798
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
32469
10107
13034
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
32466
10062
13093
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
32042
10104
13095
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
32042
10062
13093
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
32037
10107
13093
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
31626
9931
12759

PC Wizard 2006.1.69 bestätigt Ergebnisse von SiSoft Sandra: Der P35 Chipsatz liegt auf dem Niveau des P965 und die schnellere Anbindung von Speicher und Chipsatz bringen für die reine Rechenleistung keine Vorteile.

Betrachten wir auf der folgenden Seite die CPU-Leistung bei gleichzeitiger Verwendung beider Prozessorkerne.

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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
3.516
3.516
7.062
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
3.516
3.531
7.062
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
3.524
3.524
7.047
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
3.531
3.531
7.063
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
3.532
3.531
7.094
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
3.532
3.537
7.094
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
3.535
3.519
7.054
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
3.535
3.535
7.070
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
3.535
3.540
7.099
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
3.557
3.568
7.178
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
3.595
3.664
7.286

MSI P35 Neo und ASUS P5K Deluxe reihen sich ins Feld ein, ohne irgendwelche Akzente zu setzen. Der höhere Bus- und Speichertakt bringt in diesem Testlauf keine Vorteile.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
16.9
16.9
10.3
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
16.7
16.9
10.4
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
16.7
16.9
10.4
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
16.7
16.9
10.4
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
16.7
16.8
10.3
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
16.7
16.7
10.3
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
16.7
16.7
10.3
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
16.6
16.6
10.2
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
16.5
16.5
10.2
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
16.5
16.5
10.2
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
12.5
12.5
8.6

Bei CPU RightMark Lite 2005 zeigt das MSI P35 Neo ein durchwachsenes Ergebnis, erst mit dem schnelleren Bus- und Speichertakt kann es sich vom Rest des Feldes absetzen. Es hat den Anschein, als würden die niedrigen Latenzen unseres DDR2-800 Speichers das Mainboard ausbremsen. Im Gegensatz zum MSI P965 Neo-F hat das P35 Neo die manuell gewählten Timings jedoch richtig übernommen. Das ASUS P5K Deluxe findet sich im oberen Mittelfeld, höhere Taktraten von FSB und Speicher wirken sich kaum aus.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher beide Kerne unseres Prozessors auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
52.85697
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
52.87746
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
52.97069
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
52.98117
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
53.09002
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
53.19682
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
53.23469
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
53.33812
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
53.56375
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
53.58671
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
53.99968

Der neue Spitzenreiter im Molecular Dynamics Testlauf ist das ASUS P5K Deluxe. Der schnellere Bus- und Speichertakt bringt nur minimale Zugewinne, es ist mehr die Grundleistung im Standardbetrieb, welche dieses Mainboard an die Spitze bringt. Das MSI P35 Neo rutscht in diesem Testlauf hingegen auf die hinteren Plätze.

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Intel P35: Praxistest mit Mainboards von ASUS und MSI - 10/17
21.05.2007 by doelf
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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der SpeicherBandweite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
6528
6527
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
6434
6424
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
5795
5795
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
5688
5688
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
5664
5664
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
5609
5618
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
5593
5595
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
5420
5429
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
5357
5366
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
5224
5232
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
3649
3623

Diese Ergebnisse müssen wir uns etwas genauer ansehen: Während DDR2-1066 in Kombination mit FSB1066 auf dem ASUS P5B-E Plus keine Vorteile bringen kann, da bereits die Bandweite von Dual-Channel DDR2-800 weit über der des FSB liegt, legt der höhere getaktete Frontsidebus auf den P35 basierenden Mainboards neue Reserven in Bezug auf die SpeicherBandweite frei. Rund 900 bis 1000 MB/s sind ein beeindruckendes Ergebnis, allerdings muss sich dieser Bandweitengewinn erst noch in realen Anwendungen und Spielen beweisen.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
6179.68
23711.42
78251.67
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
6136.45
24652.10
78464.70
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
5306.83
24601.53