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ASUS A7M266-D (AMD 760MPX, Dual Socket A) Review - 2/8
13.09.2002 by holger
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Auf den ersten Blick fällt das Fehlen einer onboard Lan-Lösung auf, die unserer Meinung nach auf ein Workstation-Board gehört, angesichts der 5 knappen PCI-Steckplätze ein echtes Defizit. Um Problemen mit zickigen Soundtreibern aus dem Wege zu gehen, die die Stabilität einer Dual-Plattform gewaltig ins Wanken bringen können, wurde der bekannte C-Media CMI-8738 integriert. Leider waren gerade dessen Treiber in der Vergangenheit für Instabilitäten verantwortlich, mit dem neuesten Treiber treten dagegen keine Probleme mehr auf. Hinzu kommt, dass der C-Media aus unserer Sicht keine echten Vorteile gegenüber einer gut implementierten AC97-Lösung mitbringt, die Rechenleistung und die klanglichen Fähigkeiten werden von einem Codec genauso wenig oder viel beeinflusst, wie dies durch den C-Media erfolgt. Hinzu kommt, dass ASUS die umfassenden Fähigkeiten des Chips überhaupt nicht nutzt, so fehlt ein Slotblech, über das die digitalen Ein- und Ausgänge ausgeführt sind – schade!

Auch bei der Dokumentation des Interrupt Request Routing auf Seite 25 des Handbuches verdient ASUS Kritik.

  INT-A INT-B INT-C INT-D
PCI 3 - Shared - -
PCI 4 - - Used -
PCI 5 - - - Shared
AGP Pro Shared Shared - -
Onboard PCI Audio - Shared - -
Onboard USB - - - Shared
Der Interrupt Request Table des ASUS A7M266-D

Schön, dass ASUS den sekundären PCI-Bus dokumentiert, den primären lässt man außen vor. Ein Routing über alle 4 Order fehlt ebenfalls - wie verhält sich beispielsweise die beigelegte USB 2.0-Karte, die bekanntlich 3 IRQs belegt?! Hier sollte ASUS unbedingt nachbessern, MSI dahingegen bietet dem User eine vollständige Dokumentation des Routings. Unser Praxistest zeigte indessen eine freudige Überraschung: ASUS routet die INT A nicht über AGP Pro und PCI 2 (wie dies beim MSI der Fall ist), sondern über AGP Pro und PCI 1. Damit war es problemlos möglich, unsere Promise TX2 im zweiten 64 Bit Steckplatz zu verstauen und nicht das Risiko der Überhitzung unserer geliebten ASUS Ultra Deluxe V8460 einzugehen.

Auf dem MSI zeigte sich gerade der sekundäre PCI-Bus nicht in Höchstform, sondern erreichte einen bescheidenen Read-Burst von 72 MB/s, ährend am primären Bus immerhin 84 MB/s gemessen wurden. Umso gespannter waren wir auf die Ergebnisse des ASUS, konnte das ASUS eher überzeugen? Mitnichten! Der sekundäre Bus lieferte nicht mehr als äußerst bescheidene 65,1 MB/s, der primäre Bus immerhin gute 84,6 MB/s. An dieser Stelle soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es uns auf gar keinen Fall um die Read-Burst unserer WD1200JB (8 MB Cache) geht, sondern vielmehr indirekt auf die Leistungsfähigkeit des PCI-Busses geschlossen werden kann. HD-Tach liefert valide, reliable und robuste Werte, d.h., die Tests können zuverlässig wiederholt werden, gleichzeitig erscheint das Tool geeignet, den zu testenden Sachverhalt äußerst feinschrittig und detailliert zu dokumentieren.


links: die USB 2.0 Karte; rechts: für 8cm Lüfter wird es sehr eng!

Wer also bandbreitenhungrige Karten (SCSI- und Raid-Controller) einsetzen will und muss, der sollte diese auf dem primären Bus betreiben. Auf vielen VIA-Chipsätzen traten bereits bei Burst-Werten von immerhin 75 MB/s Probleme auf, gerade deshalb erscheinen die gemessenen 65,1 MB/s nicht besonders überzeugend. Hier sollte ASUS unbedingt noch einmal ansetzen, da es möglich ist, auf dem sekundären Bus bessere Werte zu erreichen – dies bewies das MSI K7D Master-L. Unser Test zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es bereits heute ist (gerade auf Workstation-Boards), einen schnellen 64 Bit/66 MHz-Bus einzusetzen, anders kann der Bandbreitenhunger vieler PCI-Karten nicht mehr gestillt werden – hoffen wir darauf, dass der PCI-X-Zug bald abfährt!

Der System-Takt wurde von ASUS auf 133,35 MHz eingestellt – man verzichtet also auf die schon oft beobachtete Übertaktung von 1 MHz, um sich in Benchmarks besser in Szene zu setzen.

Weiter: 3. Layout

1. Die Ausstattung des Asus A7M266-D
2. Resourcen und PCI Performance
3. Layout
4. Jumper oder jumperless
5. Das BIOS und der Throttle-Modus
6. Stabilität und Kompatibilität
7. Benchmarks
8. Fazit

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