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ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte: Leistung satt zum fairen Preis - 1/12
03.05.2007 by doelf
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Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte diente uns für den Testbericht "Club3D 8600GTS 256 MByte: DirectX 10 für die Mittelklasse" als Vergleichsprodukt, doch aufgrund ihrer überragenden 3D-Leistung wurde sie zum eigentlichen Star dieses Artikels. Seither baten zahlreiche Leser um einen Test dieser Grafikkarte, welchen wir heute nachreichen wollen.
Die technischen Daten in der Übersicht
Die GeForce 8800 Grafikprozessoren haben 681 Millionen Transistoren, das sind mehr als doppelt so viele wie bei Intels Core 2 Duo Prozessoren mit 4 MByte L2-Cache, welche es "nur" auf 291 Millionen bringen. Die Chips werden in einer Strukturgröße von 90 nm bei TSMC gefertigt, sie unterstützen DirectX 10 und das Shader Model 4.0. Grafikkarten mit GeForce 8800 Ultra, 8800 GTX und 8800 GTS sind kompatibel mit PureVideo-HD und beherrschen den digitalen Kopierschutz HDCP (High-Bandwidth Digital Content Protection), der Vorraussetzung für die digitale Wiedergabe geschützter, hochauflösender Inhalte ist, wie sie sich beispielsweise auf HD-DVDs oder Blu-ray Discs finden. Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte kombiniert einen GeForce 8800 GTS Grafikprozessor mit 320 MByte Speicher, sie stellt damit das Einstiegsmodell in die 8800er-Serie dar.
Verschaffen wir uns einen Überblick der aktuellen DirectX 10 Grafikprozessoren von NVIDIA:
| Takt in MHz | Anzahl | ||
| Core | Shader | Stream Prozessoren | |
| GeForce 8800 Ultra | 612 | 1500 | 128 |
| GeForce 8800 GTX | 575 | 1350 | 128 |
| GeForce 8800 GTS | 500 | 1200 | 96 |
| GeForce 8600 GTS | 675 | 1450 | 32 |
| GeForce 8600 GT | 540 | 1180 | 32 |
| GeForce 8500 GT | 450 | 900 | 16 |
| Takt | Größe | Interface | Bandbreite | |
| GeForce 8800 Ultra | 1080 MHz | 768 MB | 384 Bit | 103,68 GB/s |
| GeForce 8800 GTX | 900 MHz | 768 MB | 384 Bit | 86,4 GB/s |
| GeForce 8800 GTS | 800 MHz | 640 MB 320 MB |
320 Bit | 64,0 GB/s |
| GeForce 8600 GTS | 1 GHz | 256 MB | 128 Bit | 32,0 GB/s |
| GeForce 8600 GT | 700 MHz | 256 MB | 128 Bit | 22,4 GB/s |
| GeForce 8500 GT | 400 MHz | 256 MB 512 MB |
128 Bit | 12,8 GB/s |
Unter der Haube der GeForce 8800 GTS 320 MByte stecken wie beim Modell mit 640 MByte 96 Stream Prozessoren - GTX und Ultra bieten 128 - und auch die Breite der Speicheranbindung bleibt bei 320 Bit - GTX und Ultra arbeiten mit 384 Bit. Wer sich für die "kleine" 8800 GTS entscheidet, erhält zudem exakt die selben Taktraten wie bei der 640 MByte Variante. Lediglich die Größe des Grafikspeichers wurde halbiert, da zehn Speicherchips zu je 32 MByte zum Einsatz kommen statt zehn 64 MByte Chips. In der Praxis spielt dies allerdings erst bei Auflösungen oberhalb von 1280 x 1024 Bildpunkten eine Rolle. Wer einen typischen Flachbildschirm mit 17 oder 19 Zoll Bilddiagonale hat, kann somit viel Geld sparen und wird kaum einen Unterschied feststellen.
Wer Interesse an den technischen Details dieser Chiparchitektur hat, wird in unserem Artikel "Preview: NVIDIA GeForce 8800 GTX, 8800 GTS und nForce 6" fündig.
Die Preise der GeForce 8800 GTS 320 MByte liegen derzeit um die 280 Euro, während die mit 640 MByte Grafikspeicher bestückten Modelle mit rund 360 Euro zu Buche schlagen. Richtig teuer wird es dann, wenn man zur GeForce 8800 GTX mit 768 MByte Grafikspeicher greift, denn diese werden derzeit für 550 Euro gehandelt. Und wer noch 200 Euro drauflegt, kann in Kürze auch eine GeForce 8800 Ultra erwerben. Preislich liegt die GeForce 8800 GTS 320 MByte somit noch recht dicht an der oberen Mittelklasse und ambitionierte Spieler sollten den Aufpreis von 50 bis 100 Euro in diese Architektur investieren.
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Der Lieferumfang
Es wäre schon fast eine Sünde, einer solch leistungsstarken Grafikkarte keine Spiele beizupacken. ASUS sieht es genauso wie wir und legt den Action-Hit "Ghost Recon" sowie das Rennspiel "Race the WTCC" bei:
ASUS liefert seine Karten mit einigen Zusatzprogrammen aus, welche sich insbesondere an Computerspieler wenden: Splendid (Bildoptimierung bei Wiedergabe von Videos), Video Security Online (Überwachungssoftware), Game LiveShow (3D-Spiele live als Videostream ins Internet stellen), Game Replay (3D-Spiele als MPEG4-Video aufzeichnen), Game FaceMessenger (Kommunikation im Spiel) und Gamer OSD (Chat im Spiel). Dafür geizt der Hersteller mit Videokabeln und eine Multimediasuite findet sich auch nicht im Lieferumfang.
Platine und Kühler
Die Platine der GeForce 8800 GTS ist neun Zoll bzw. 22,86 Zentimeter lang und somit etwas kürzer als die der GeForce 8800 GTX, ihr fehlt zudem der zweite SLI-Abgriff, welchen man auf der GTX findet. Dennoch ist auch diese Grafikkarte eine echte Herausforderung für kompakte Gehäuse.
ASUS hält sich an NVIDIAs Vorgaben und taktet den Kern mit 500 MHz, während die Shadereinheiten mit 1200 MHz arbeiten. Der Grafikspeicher wird mit 800 MHz (GDDR3-1600) angesteuert. Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte verwendet NVIDIAs Referenzkühler, ein 2-Slot-Design mit Finnen aus Aluminium, einer Kontaktfläche aus Kupfer sowie Heatpipes zur schnelleren Verteilung der Abwärme.
Der Kühler bedeckt sowohl den Grafikprozessor als auch die Speicherchips. Am rechten Ende der Karte sitzt ein Radiallüfter der hinter der Gehäusefront des heimischen PCs Frischluft anzieht, diese über die komplette Länge der Grafikkarte hinweg durch die Aluminiumbleche drückt und auf der Rückseite des Computers durch das zweite Slotblech aus dem Gehäuse führt. Der Lüfter regelt unabhängig vom Treiber anhand der Chiptemperatur, dabei geht die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte sogar etwas leiser zu Werke als eine GeForce 8600 GTS mit Referenzkühler.
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Anschlüsse und Ausgabe
Bei der GeForce 8800 Baureihe stellt sich nicht die Frage, ob die Grafikkarte einen 6-Pin Stromanschluss braucht, sondern ob einer ausreicht. Während die GTX- und Ultra-Varianten zwei solcher Anschlüsse benötigen, reicht den GTS-Modellen einer.
Sowohl über den PCI-Express Steckplatz als auch über jeden 6-Pin Anschluss werden maximal 75 Watt bereitgestellt, der maximale Stromverbrauch der GeForce 8800 GTS liegt somit zwischen 75 und 150 Watt. Für den Betrieb einer einzelnen Grafikkarte empfiehlt NVIDIA ein Netzteil der 400 Watt Klasse mit 26 Ampere auf der +12V-Schiene.
Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte besitzt zwei Dual Link DVI-Anschlüsse und kann damit Auflösungen von 2560 x 1600 Bildpunkten auf die Monitore bringen. Wir haben Auflösungen von bis zu 1600 x 1200 Pixeln an unserem Röhrenmonitor sowie an zwei Flachbildschirmen getestet, dabei erwies sich das Ausgangssignal der Grafikkarte als sehr gut.
High Definition Videosignale gibt die EN8800GTS/HTDP mit einer maximalen Auflösung von 1080p, also bei 1920 x 1080 Bildpunkte inklusive Progressive Scan, aus - die Karte beherrscht also Full HD. Auch HDCP, der digitale Kopierschutz, wird unterstützt, so dass von Seiten der Grafikkarte dem hochauflösenden Heimkino nichts mehr entgegensteht.
Testsystem
Für unseren Test verwenden wir nicht nur Intels schnellste Dual-Core CPU, sondern auch Intels Premium-Chipsatz 975X sowie satte 4 GByte DDR2-800 Arbeitsspeicher mit scharfen Timings von 4-4-3-10:
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Unser erster Test ist Futuremarks 3DMark2006 v102. Ein rein synthetischer Benchmark, der die Hardware allerdings besonders stark fordert. Wir messen mit 4-fachem AntiAliasing sowie 8-facher anisotropher Filterung.
| 3DMark2006 v102: 4xAA + 8xAF | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 8302 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 5050 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 4162 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 3991 | |
Bereits der synthetische Test 3DMark2006 v102 sieht die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte deutlich vor den Modellen der Mittelklasse, sie erreicht 165 Prozent der Leistung einer GeForce 8600 GTS. Doch warum halten wir uns mit synthetischen Ergebnissen auf, wenn wir uns ein paar Spiele ansehen können?
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Betrachten wir nun den beliebten 3D-Shooter F.E.A.R., der ebenfalls sehr anspruchsvoll in Bezug auf die Grafikleistung ist. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser. Wir geben jeweils die geringste Framerate, den Durchschnitt sowie das Maximum an, sortiert wird anhand der durchschnittlichen Framerate, da diese die größte Aussagekraft besitzt.
| F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: min/average/max in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 43 81 205 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 25 55 126 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 25 49 108 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 22 40 94 | |
F.E.A.R. profitiert deutlich von einer breiten Speicheranbindung, so dass die GeForce 8600 GTS mit ihrem 128 Bit schmalen Speicherinterface deutlich zurückfällt. Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte ist im Vergleich zu NVIDIAs nächstkleinerer DirectX 10 Leistungsstufe (GeForce 8600 GTS) mehr als doppelt so schnell. Nehmen wir die ASUS EAX1950Pro als Maßstab, erreicht die GeForce 8800 GTS 320 MByte 147 Prozent der Leistung der ATi basierenden Grafikkarte.
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Betrachten wir nun "The Chronicles of Riddick", einen weiteren 3D-Shooter. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, allerdings ist die Aussagekraft der Minimal- und Maximal-Werte bei diesem Spiel quasi nicht vorhanden. Wir beschränken uns daher auf die durchschnittliche Framerate:
| The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 205,00 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 110,99 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 68,65 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 67,86 | |
Das Spiel Riddick liegt den Grafikkarten von NVIDIA, es verlangt weniger nach maximaler Speicherbandbreite, so dass auch die GeForce 8600 GTS in diesem Test ein überzeugendes Ergebnis zeigt. Dennoch erreicht die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte eine fast doppelt so hohe Framerate.
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Der 3D-Horror Doom 3 von id Software ist bereits ein Klassiker, zahlreiche aktuelle Spiele basieren auf der 3D-Engine dieses Spieles. Wir messen die Frames pro Sekunde mit Hilfe des offiziellen Timedemos.
| Doom3 (1280x1024 / Ultimate Quality / AA: 4 / AF: 8 / timedemo demo1 / 3. Durchlauf) in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 111,8 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 67,8 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 66,3 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 53,8 | |
| Doom3 (1600x1200 / Ultimate Quality / AA: 4 / AF: 8 / timedemo demo1 / 3. Durchlauf) in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 83,6 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 49,4 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 48,5 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 37,9 | |
Doom 3, dessen 3D-Engine für viele andere Spiele lizensiert wurde, braucht insbesondere mit der Einstellung "Ultimate Quality" eine möglichst breite Speicheranbindung. Es verwundert daher kaum, dass die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte die GeForce 8600 GTS abermals deklassiert und mehr als doppelt so viele Frames berechnet.
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Unreal Tournament 2004
Unreal Tournament 2004 ist schon ein wenig älter und stellt aktuelle Grafikkarten vor keine sonderlich große Herausforderung. Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an, diesmal wieder als Minimum, durchschnittliche Framerate und Maximum. Wir sortieren anhand der Durchschnittsleistung.
| UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / HQ / 16 Bots / AS Convoy UT2): min/average/max in fps | ||
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 29,821 94,533 178,461 | |
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 26,308 92,719 170,767 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 18,901 92,043 175,971 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 30,126 89,571 166,320 | |
| UT2004 (1600x1200 / AA: 4 / AF: 8 / HQ / 16 Bots / AS Convoy UT2): min/average/max in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 19,778 87,786 180,657 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 21,280 84,447 183,134 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 19,629 82,081 181,129 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 16,181 80,608 171,129 | |
Bei Unreal Tournament 2004 ist die GeForce 8800 GTS 320 MByte eindeutig unterfordert und kann sich erst bei 1600x1200 Bildpunkten die Spitzenposition sichern. Große Leistungsunterschiede sehen wir in diesem Benchmark allerdings nicht.
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Gothic 3
Das aufwändige Rollenspiel Gothic 3 glänzt mit einer gigantischen Landschaft und nervt mit langsamer Performance. Die 3D-Engine des Spieles arbeitet leider alles andere als effizient und eignet sich nicht besonders gut als Benchmark. Dennoch wollen wir Gothic 3 zu Rate ziehen, denn wir werden immer wieder gefragt, mit welcher Grafikkarte das Spiel halbwegs flüssig läuft. Wir werfen uns in den Auftaktkampf in Ardea und messen mit Fraps.
| Gothic 3 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / Kampf in Ardea): min/average/max in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 20 42,45 63 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 20 31,33 40 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 20 26,65 36 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 18 22,75 29 | |
Die Anfangssequenz gehört zu den leistungstechnisch anspruchsvollsten Stellen im Spiel. Bereits im Test von Gothic 3 zeigte sich, dass Grafikkarten mit ATi GPU die Nase vorne haben, und auch die Radeon X1950 Pro kann sich um knapp 5 fps von der GeForce 8600 GTS absetzen. Wesentlich flüssiger läuft das Spiel allerdings mit der GeForce 8800 GTS 320 MB, die rund 11 fps schneller als die Radeon X1950 Pro und somit auch 16 fps schneller als die GeForce 8600 GTS ist.
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S.T.A.L.K.E.R.
Nach jahrelanger Wartezeit kam das Spiel S.T.A.L.K.E.R. diesen Monat endlich auf dem Markt und verweigerte auf unserem Testrechner prompt den Betrieb. Nach stundenlanger Fehleranalyse konnten wir das Spiel zur Kooperation überreden und messen die Framerate mit Hilfe von Fraps.
| S.T.A.L.K.E.R. (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / Laufsequenz): min/average/max in fps | ||
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 23 45,90 64 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 12 22,67 42 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 10 19,70 40 | |
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 9 18,35 30 | |
Bei unserem Lauf durch die Botanik der Zone erreicht die GeForce 8600 GTS zwar 22,67 fps, doch was hilft dieses respektable Ergebnis, wenn man für 60 bis 80 Euro Aufpreis die doppelte Leistung bekommen kann?
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Schallpegelmessung
Zum Abschluß möchten wir uns ansehen, wie laut bzw. leise die Kühler der in diesem Vergleich verwendeten Grafikkarten ihre Arbeit verrichten. Bei unserer Schallpegelmessung ist zu beachten, daß wir hier eine reine Vergleichsmessung durchführen und keinesfalls die Herstellerangaben verifizieren wollen. Zum einen mangelt es uns an einem schalltoten Raum, zum anderen kosten Messgeräte für die Bereiche unterhalb von 30 dB(A) deutlich mehr, als unser Budget verkraftet. Für diesen Test verwenden wir ein Mastech MS6701 Schallpegelmeter, welches die Anforderungen für die Normen IEC 651/EN 60651 type 2 und ANSI S1.4 type 2 erfüllt und einen Messbereich von 30 bis 130 dB(A) bietet.
| Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser) | ||
| ASUS EAX1950Pro 20 min 2D/3D | 30,8 | |
| ASUS EN8800GTS 20 min 2D/3D | 34,1 | |
| Club3D 8600GTS 20 min 2D/3D | 34,9 | |
| MSI NX7900GT 20 min 2D/3D | 45,8 | |
| MSI NX7900GT Start | 45,8 | |
| Club3D 8600GTS Start | 49,8 | |
| ASUS EAX1950Pro Start | 50,0 | |
| ASUS EN8800GTS 20 min 2D/3D | 51,0 | |
Beim Start dreht die GeForce 8800 GTS 320 MB ihren Lüfter für einen kurzen Moment auf die volle Drehzahl und beweist mit 51 dB(A), dass sie ausreichende Reserven bietet. Nach einer kurzen Temperaturprüfung regelt der Lüfter allerdings sofort herunter, ohne dass zuvor Windows und der Treiber geladen werden müssen. Bei minimaler Drehzahl messen wir im 2D-Betrieb angenehme 34,1 dB(A), das ist zwar nicht unhörbar, aber deutlich leiser als beispielsweise der Referenzkühler der GeForce 7900 GT. Bei unserem offenen Aufbau an der semi-passiven Teststation blieb die Drehzahl des Grafikkartenlüfters auch nach 20 Minuten 3D-Last konstant, während der Prozessorkühler und das Netzteil bereits ihre Lüfter zugeschaltet hatten.
Leistungsaufnahme
In Zeiten steigender Strompreise möchten wir auch die Leistungsaufnahme der einzelnen Testkandidaten nicht außer Acht lassen. Wir messen den Stromverbrauch des gesamten Systems, einmal im 2D-Betrieb und ein weiteres Mal im 3D-Betrieb. Für die 3D-Last verwenden wir den offiziellen Benchmarklauf von F.E.A.R. bei einer Auflösung von 1280x1024 Bildpunkten, 4-facher Kantenglättung sowie 8-facher anisotropher Filterung:
| Leistungsaufnahme 2D in Watt (Gesamtsystem) | ||
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 121 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 124 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 125 | |
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 158 | |
Für den 2D-Betrieb benötigen drei unserer Testkandidaten in etwa gleich viel Strom, lediglich die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte liegt um 33 bis 37 Watt höher. Dafür, dass die Karte lediglich das Desktop von Windows XP anzeigen muss, ist dieser Mehrverbrauch recht heftig. Im 3D-Betrieb soll sich nun endgültig die Spreu vom Weizen trennen:
| Leistungsaufnahme 3D in Watt (Gesamtsystem) | ||
| MSI NX7900GT 256MB; Forceware 93.71 | 185 | |
| Club3D 8600GTS 256MB; Forceware 101.02 | 192 | |
| ASUS EAX1950Pro 256MB; Catalyst 7.3 | 202 | |
| ASUS EN8800GTS 320MB; Forceware 101.02 | 263 | |
Die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte ist schnell und leise, aber sie ist auch ein Stromfresser. Im Vergleich zum Betrieb mit der GeForce 7900 GT liegt die Gesammtleistungsaufnahme des Testsystems mit der GeForce 8800 GTS 320 MByte deftige 78 Watt höher. Selbst die Radeon X1950 Pro kommt mit 61 Watt weniger aus. Angesichts dieser Messwerte sind wir froh, dass NVIDIAs Referenzkühler die Abwärme der Grafikkarte direkt aus dem Gehäuse bläst. Bereits die GeForce 8800 GTS 320 MByte, das Einstiegsmodell in die 8800er-Baureihe, verbraucht soviel Strom wie eine Quad-Core CPU von Intel.
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Fazit
Für 279,90 Euro bekommt man mit der ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte 3D-Leistung satt. Wer mit einer Auflösung von maximal 1280 x 1024 Bildpunkten spielt, braucht sich um schnellere Grafikkarten keine Gedanken zu machen, denn um von der zusätzlichen Performance einer GeForce 8800 GTX oder 8800 Ultra profitieren zu können, benötigt man höhere Auflösungen. Der Aufpreis von durchschnittliche 80 Euro im Vergleich zur GeForce 8600 GTS ist mehr als gerechtfertigt, denn die GeForce 8800 GTS 320 MByte bietet bereits bei mittleren Auflösungen doppelt so hohe Frameraten. Da NVIDIAs Kühlsystem zudem recht leise arbeitet und die Abwäre aus dem Gehäuse entfernt, entscheidet bei ambitionierten Spielern vor allem der Zollstock, ob die 22,86 Zentimeter lange Grafikkarte zum Einsatz kommen kann.
Während die hervorragende 3D-Leistung, die Videooptimierungen inklusive HDCP-Unterstützung und die sehr gute Bildqualität für den Kauf der ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte sprechen, sollte man den hohen Stromverbrauch der Grafikkarte nicht außer Acht lassen. NVIDIA braucht dringend den Wechsel auf kleinere Strukturgrößen, denn die jetzigen 90 nm Grafikprozessoren sind schlicht und einfach viel zu durstig. NVIDIA hat es geschafft, DirectX 10 taugliche Grafikchips ein halbes Jahr lang ohne Konkurrenz am Markt zu etablieren, ohne dass es ein Spiel oder eine Anwendung auf DirectX 10 Basis gibt. Doch diese Alleinherrschaft wird im Laufe der nächsten Wochen enden, so dass wir möglicherweise schon bald fallende Preise sehen werden.
Es fällt uns schwer, in diesem Fazit von der ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte zu sprechen, denn Platine und Kühler entsprechen dem Referenzdesign von NVIDIA. Damit gleicht diese Grafikkarte einem Dutzend anderer wie ein Ei dem anderen und selbst bei den Taktraten arbeitet ASUS streng nach Vorschrift. Lediglich der Lieferumfang mit den beiden Spielen, den ASUS-Tools und 3DMark2006 hebt die ASUS EN8800GTS/HTDP 320 MByte von ihren Mitbewerbern ab, so dass unsere Empfehlung durchaus auch für andere GeForce 8800 GTS basierende Grafikkarten mit 320 MByte Speicher betrachtet werden kann: "Sehr Gut".
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