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Guide: Große Festplatten unter Windows 2000 und XP - 2/4
12.08.2004 by doelf
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Schritt 1: Das BIOS und die Firmware
Da der 48 Bit LBA-Modus (LBA = Logical Block Addressing) in der ATA/ATAPI Spezifikation 6.0 definiert wurde, unterstützt das BIOS moderner Mainboards auch Festplatten oberhalb von 137 GB. Viele ältere Hauptplatinen und Controller wissen mit den "übergroßen" Datenträgern jedoch nichts anzufangen. Wer den Erwerb einer Festplatte mit mehr als 137 GB Volumen beabsichtigt, sollte somit zunächst bei seinem Mainboardhersteller vorbeischauen und sich vergewissern, daß es auch ein passendes BIOS für das jeweilige Mainboard gibt.

Viele Mainboards besitzen zudem einen RAID-Controller. So kann es vorkommen, daß der RAID-Controller den 48 Bit LBA-Modus unterstützt, der normale IDE-Anschluß des Mainboards aber nicht. Die Firmware des onboard RAID-Controllers wird mit dem BIOS-Update des Mainboards aktualisiert. Zudem weisen uns die onboard RAID-Controller eine einfache Möglichkeit, um große Festplatten auf Mainboards zu betreiben, deren BIOS den 48 Bit LBA-Modus nicht beherrscht: Rüstet man einen geeigneten Controller als PCI-Steckkarte nach, kann man auch auf solchen Mainboards Festplatten mit mehr als 137 GB Kapazität problemlos einsetzen. Ein solcher Controller wäre z.B. der Z-Cyber SPEED WAY 133 + Raid mit Silicon Image Sil0680 Chipsatz, der mit 24,95 Euro nicht nur 48 Bit LBA-Unterstützung sondern auch noch RAID bietet. Einzige Vorraussetzung für die Verwendung eines solchen Controllers: ein freier PCI-Steckplatz.

Schritt 2: Die Treiber
Wird die Festplatte vom BIOS des Mainboards oder vom Controller mit der richtigen Größe erkannt, müssen auch die passenden Treiber installiert werden - ältere Treiber kommen leider oft ebenfalls nicht mit den Speicherriesen zurecht. Die populärsten Beispiele sind Windows 2000 bis Servicepack 2 sowie Windows XP ohne Servicepack 1: Die IDE-Treiber der Microsoft Betriebssysteme sind in diesen Versionen noch nicht 48 Bit kompatibel und verweigern die Zusammenarbeit. Wenn man die neue Festplatte als zweites Laufwerk einrichtet und schon ein installiertes Windows auf der ersten Festplatte hat, dann ist das Treiberupdate ein Kinderspiel:

  • Windows 2000: Servicepack 3 oder neuer installieren
  • Windows XP: Servicepack 1 oder neuer installieren
  • Windows 2000/XP: aktuelle Chipsatztreiber für das Mainboard installieren
  • Windows 2000/XP: aktuelle Treiber für weitere PCI- oder onboard Controller installieren

Weiter: 3. In der Registry

1. Das Problem
2. BIOS, Firmware und Treiber
3. In der Registry
4. Windows Installation auf eine Festplatte mit mehr als 137 GB

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